Jan 23

Legendäre Fotos…

…Express-Meldung von der Einweihung der Legenden-Säulen. Pflicht-TV-Programm: 17.30 Uhr Sat1 Hessen, 19.30 Uhr Hessenschau im hr sowie “heimspiel” am kommenden Montag, ebenfalls im hr. Das war Dauergänsehaut pur mit “unserer” Legende Bum Kun Cha (dessen Frau uns gleich ein T-Shirt abquatschte), Tony, Grabi, Holz, Charly und Zico.

Morgen mehr im Museum für die, die Zeit haben. Und hier die ersten Foddos!

Schobberobber-Legende Bum Kun Cha

Die Robber, an der Bar, wo sonst

Charly, Bum Kun, Tony, Holz, Zico

Ye-bo-ah, Ye-bo-ah!

Wir haben die Eintracht im Endspiel gesehn – mit dem Jürgen…!

Schütz, Grabi, (Bum Kun am Tisch), Holz, Charly, Tony (…), Zico

Säulen-Robber

Jan 13

Pro Billy!

Bei Medien und Fans bleibt die Fairness immer schneller auf der Strecke. Der Sportsgeist und die vielzitierte ‘bedingungslose Unterstützung’ sowieso.

Es wird Zeit, dass endlich wieder die Kugel rollt. Nicht nur weil die Winterpause gewaltig an den Nerven zerrt, insbesondere an denen vom ersten Saisonteil der Eintracht so verwöhnten SGE-Fans. Es kann gar nicht schnell genug wieder losgehen. Aber auch das Winterloch kostet Nerven, es werden Themen hochsterilisiert, die keine sind, aus lauer Luft Wind gemacht und aus Halbwahrheiten Headlines und ganze Artikel. Nutzer von Foren und sozialen Netzwerken tun ihr übriges.

Ein Thema geht einem da besonders gegen den Strich, schon während der Hinrunde aber insbesondere jetzt, während der Winterpause. Das offenkundig sinnlose, unfaire und auf Thekentrainer-Thesen basierende „Gebashe“ von Spielern wie Occean und jetzt auch schon Russ. Ihr liebe Leut‘, Freunde des gepflegten Ballsports. Die Eintracht ist punktgleich mit dem Meister viertbester Bundesligist. Sie spielt die beste Hinrunde seit 19 Jahren. Hat einen Bundesliga-Rekord aufgestellt mit vier Siegen als Aufsteiger in den vier Auftaktspielen. Warum also mit dem Mikroskop das Haar in der Suppe suchen, wenn es doch so viel Gutes zu berichten gibt? Wieso einen Stürmer niederschreiben, der weiß wo das Tor steht und Teil ebenjener erfolgreichen Mannschaft ist? Und einen Neuzugang in der Abwehr gleich mal kategorisch abschreiben, bevor er sich überhaupt an die Mannschaft herangetastet hat, geschweige denn das erste Mal überhaupt unter Wettbewerbsbedingungen gegen den Ball getreten hat?

Früher, auf der Haupttribüne des altehrwürdigen Waldstadions, da wurden die Dauerlästerer ob ihrer Kopfbekleidung die „Ledermützen“ genannt. Sie schimpften ohne Punkt und Komma auf den Stürmer, der auf dem Platz stand, forderten zwischendurch den Kopf des Trainers weil er ebenjenen Stürmer nicht auswechselte und wenn dann ebenjener Stürmer ein Tor schoss, klopften sie sich gegenseitig auf die Schultern und hatten es ja schon immer gewusst – dass der ein Guter ist. Anthony Sabini lässt grüßen. Dieser Tage gibt es eine ganze Menge jener Ledermützen und Hobbytrainer, die ins Horn der mitbabbelnden Allgemeinheit blasen, dass da tönt „Der kann nix!“. Eingeschossen haben sie sich während der Hinrunde und insbesondere jetzt in der Winterpause auf Olivier Occean, und zu Teilen auch schon auf Marco Russ, den Heimkehrer, obwohl der gerade erst verpflichtet wurde.

Leude, Leude. Oliviér Occean hat ganze 13 Einsätze gehabt in der Bundesliga-Hinrunde bzw in der obersten Spielklasse überhaupt, und das anderthalb Jahre nachdem er noch in der 3. Liga kickte. Von diesen 13 Spielen wurden 7 gewonnen, 2 unentschieden gespielt und 4 verloren. Occean trug seinen Teil zum Bundesliga-Rekord an den Spieltagen 1 bis 4 bei, wurde erst im 4. Spiel in Nürnberg verletzt ausgewechselt. Er ist Teil dieses Teams, was seine Mitspieler auch geschlossen demonstrierten als er gegen Bremen ein Tor vorbereitete, indem sie ihm danach komplett gratulierten. Und wenn man sich ein wenig mit seiner aktuellen Saison beschäftigt und eben nicht einfach mitpöbelt, kommt ein entscheidender Faktor mit dazu. Im Oktober war „Billy“ für zwei Spiele Kanadas in der Quali für die WM 2014 nominiert. Das erste wurde zwar 3-0 gegen Kuba gewonnen, aber die Kanadier vergaben massig Torchancen – ein hohes Ergebnis wäre für das Torverhältnis sehr wichtig gewesen. Occean wurde zu allem Überfluss wegen einer Berührung des gegnerischen Torwarts (nach einem Tor wollte er schnell den Ball aus dem Netz holen) zu Unrecht und aufgrund einer Konzessionsentscheidung des Schiris des Feldes verwiesen. Im immens wichtigen letzten Spiel gegen Honduras musste er also mit ansehen, wie sein Nationalteam mit einer historischen 8-1 Schlappe baden ging, er konnte aufgrund der Sperre seiner Mannschaft nicht helfen und der Traum von der WM war geplatzt. Wohl seine letzte Chance, als Spieler zu einer WM zu fahren.

Das hat ihm sicher einen Knacks gegeben, verständlicher Weise. Was folgte war die November-Krise der Eintracht, für Occean gab es Niederlagen gegen Stuttgart, Bayern und Mainz sowie Unentschieden gegen Fürth und Schalke (teils nach Einwechslungen) und einen Kurzeinsatz beim Sieg gegen Augsburg. Da spielte er sicherlich nicht gut, aber das kann man von den wenigsten Eintracht-Spielern in dieser Saisonphase behaupten, Kevin Trapp vielleicht ausgenommen. Beim Unentschieden gegen Fürth konnte man Pfiffe gegen Billy vernehmen, übrigens auch gegen Alex Meier dafür, dass er einen Ball am eigenen Strafraum mal quer spielte. Hallo? Da steht die Eintracht am 10. Spieltag als Aufsteiger auf dem dritten Tabellenplatz, es gibt ein Unentschieden zu Hause und die eigenen Leute werden ausgepfiffen – geht’s noch?

Warum stärkt man einem Adlerträger, der sich schwer tut und als Stürmer scheinbar in einem Loch steckt, denn nicht mal den Rücken, unterstützt ihn, feuert ihn an, gibt ihm Rückendeckung? Alle großen Stürmer haben Flauten, ob sie Gomez, Klose oder Huntelaar heißen. Stichwort ‚Gedankengefängnis‘. Und nochmal, in England beispielsweise sagt man, dass ein neu in die Premier League wechselnder Spieler im Schnitt eine Saison braucht um „anzukommen“ und sich an die Schnelligkeit und Gangart der Liga zu gewöhnen. Occean hat vor zwei Jahren noch gegen Heidenheim, Erfurt und Wehen-Wiesbaden gekickt, jetzt sind es Leverkusen, der HSV und die Bayern. Gebt ihm Zeit, Leute, wir sind doch auch so auf Europapokal-Kurs. Dass er weiß, wo das Tor steht hat er bewiesen – 16 Tore und 3 Assists für Offenbach sowie 17 Tore und 9 Assists für Fürth letzte Saison sprechen eine eindeutige Sprache. Das sind 45 Torbeteiligungen in 63 Spielen. Und sollte man sich an seiner Offenbacher Vergangenheit stoßen (die zugegebener Maßen erst einmal verarbeitet sein will) dann müsste man einen Rode genauso vom Hof jagen wollen. Und dürfte einen Bein und einen Weber nicht in die Hall of Fame der Eintracht loben.

Die grüne Bild betitelt also in bester Ledermützen-Manier die Occean-Wasserstandsmeldung aus Abu Dhabi mit „Das große Missverständnis“. Und interpretiert ein Lautwerden von Coach Veh im Training als „verzweifeln an seinem Wunschstürmer“, unkt, dass es ja „schon vor dieser Spielzeit Bedenkenträger gab, die skeptisch waren ob Occeans Erstligatauglichkeit.“ Wir ham’s ja schon immer gewusst. Das Interview desselben Blattes mit dem SGE-Cheftrainer wird selbstredend dominiert von Fragen nach der Bundesliga-Tauglichkeit des Stürmers, dass er von der Rolle sei, ob er denn in Leverkusen in der Startelf stehe. Da mag ganz offensichtlich ein Journalist oder gar eine Redaktion einen Spieler nicht. Schade nur, dass viele Fans darauf anspringen. Im hoch geschätzten Eintracht-Podcast gab es Stimmen, die Occean nach dem Fürth-Spiel niederredeten (allerdings sprach man sich auch gegen Pfiffe gegen die eigenen Spieler aus). Twitter-User mosern nach der Auswechslung in einem Trainingslager-Testspiel (!) „#Occean anscheinend wieder nichts gerissen! Das gibts doch gar nicht! So wie der Fussball spielt, möchte ich mal Urlaub haben.“ – wohlgemerkt ohne die Gründe für die Auswechslung zu kennen.

Nicht erst seit Funkel, Köhler und Meier wissen wir, dass das pauschale Gedisse, Gebashe und Verdammen zum neuen Frankfurter Volkssport geworden ist. Ich werde nie vergessen wie bei der Einwechslung Markus Steinhöfers im Spiel gegen den KSC ein gellendes Pfeifkonzert durchs Stadion hallte. Warum? Weil ein gewisser Caio eben nicht eingewechselt wurde. (Übrigens war Steinhöfer im Spielverlauf an beiden Treffern beteiligt, die das extrem wichtige Spiel drehten.) So etwas würde es in England nie geben, da gibt es bei fast jedem Spielerwechsel Applaus für den Ausgewechselten. Ich behaupte auch einfach mal, dass es so etwas bei Borussia Dortmund nie geben würde. Aber wahrscheinlich ist Fair Play und Respekt im modernen Fußball und im Quoten-, Auflagen- und Userzahlen-orientierten Mediengeschäft nur noch etwas für die Romantiker.

Es wird Zeit, dass endlich wieder die Kugel rollt. Dann können wir endlich – hoffentlich – wieder anfeuern, jubeln, tanzen und singen.

Pro Billy!

In diesem Sinne,

Ihne Ihrn Schobbeblogger

 

When The Going Gets Tough The Tough Get Going / Billy Ocean:

http://www.youtube.com/watch?v=W0fToo3hfZo

Dez 11

Geschützt: Bum Kun Cha

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Nov 8

Immer Castroper Straße rauf.

Herzlichen (fast nachträglichen) Glückwunsch zum Geburtstag, Toddi Legat!

»Che Guevara war ein Rebell, ein Kämpfer für sein Land. Das will ich auch sein. Ich will den Schwachen helfen. Das ist im Fußball genauso, da muss man den schwachen Gegner auch aufbauen. Das ist so eine eigene Logik von mir, dazu will ich gar nicht viel sagen.«

»Ich glaube nicht, dass der Verein mir Steine in den Vertrag legt.«

(zu evtl. Wechselproblemen mit Eintracht Frankfurt)

»Verstärken können die sich, aber nicht auf der rechten Seite. Da bin ich. Ich komme selber aussem Pott. Mein Vater war auf der Hütte. Wenn ich wieder fit bin, zeig ich dehnen, wat malochen heißt.«

»Es war toll, es war klasse, es war wie ein Albtraum.«

(nach einem hohen Heimsieg)

»Die Bayern vertragen keine Härte, und ich bin der erste, der anfängt damit.«

(vor dem Spiel VfB Stuttgart gegen Bayern München 1996)

»Die hab ich noch nicht probiert, aber im Allgemeinen mag ich Geflügel.«

(nach seinem Wechsel zum VfB Stuttgart auf die Frage, wie er denn Spätzle fände)

»Ich hätte auch woanders ins Ausland gehen können.«

(gibt seinen Wechsel nach Frankfurt bekannt)

»Immer Castroper Straße rauf.«

(im Sportstudio auf die Frage, wie er zum Bodybuilding gekommen sei)

“Zum Glück habe ich nur eine Struktur.”

(nach einem Verdacht auf Beinbruch)

Nov 7

November-Depression? Sieg oder Unentschieden!

Bekanntlich findet im November immer etwas statt, das nicht ganz nachvollziehbar ist aber mit schöner Regelmäßigkeit genau dann auftritt, wenn die Tage kürzer, kälter und dunkler werden. Die sogenannte November-Depression. Diese ist bei unserer Eintracht und unter uns Fans ein traditioneller Zeitabschnitt im Jahr, an dem man sich orientieren kann wie am eigenen Geburtstag. Und jährlich grüßt das Murmeltier.

Aber es gibt Hoffnung. Die gibt es bei der Diva vom Main zwar immer, diese Hoffnung. Just im Vorlauf des Spiels beim Rekordmeister lässt sich diese Hoffnung allerdings mit Zahlen belegen. Zunächst einmal ist es grundsätzlich von sehr großem Vorteil für die Eintracht-Gemeinde, dass beim letzten Spiel gegen den Tabellen-18. zu Hause nur ein Pünktchen geholt wurde, insbesondere als Dritter der Bundesliga. Und nun tritt die SGE beim erst einmalig geschlagenen und prächtig gefestigten Tabellenführer an.

Im Sinne der Diva vom Main also beste Voraussetzungen!

Hoffnungsvolle Schlauchboot-Fahrt

Wie erwähnt verspricht auch der Blick in die Statistik, dass man hoffnungsfroh ins Schlauchboot steigen kann. Denn die Bayern sind so etwas wie das Johanniskraut gegen die einträchtliche November-Depression. Zehn Pflichtspiele gab es seit Urzeiten zwischen Adlern und Bajuwaren im Monat November, davon gewann die Diva sechs, erspielte drei Unentschieden und musste sich nur einmal geschlagen geben.

Noch dazu sind wahre Klassiker und legendäre Siege unter den Begegnungen mit ‚Mia san mia‘ im 11. Monat des Jahres zu finden, teils auch im europäischen Wettbewerb. 21 von möglichen 30 November-Punkten holte die SGE gegen den FCB, schoss 23 November-Tore und fing nur 8 (bis zum letzten Aufeinandertreffen gar nur 4). Von wegen „November Rain“.

Legenden und Klassiker

Gleich die erste Partie am 13.11.1971 hatte es in sich, wohl DAS Spiel des wenig bekannten Thomas Parits. Der schoss bereits in der 3. Minute das 1:0 und legte nach Gerd Müllers Doppelpack zwei weitere Tore auf, wodurch die Eintracht das Spiel drehen konnte. Und das vor 64.000 Zuschauern im Waldstadion.

Es dauerte vier Jahre bis man sich in jenem welchen Monat wiedersah. Das Warten hatte sich gelohnt, und wie, erneut war das Waldstadion am 22.11.1975 Austragungsort. Das Spiel war eines für die Geschichtsbücher: Wenzel, Nickel, Grabowski, Hölzenbein und Neuberger schossen eine 5:0-Führung heraus. Und das schon nach 45 Minuten. Sepp Maier im Tor der Bayern wurde von einem Eintracht-Spieler befragt, ob er denn schon mal „einen vor der Linie berührt“ habe. Wohlbemerkt vor der Halbzeitpause beim Stand von 5:0. Wir sind nicht ganz sicher, ob es Hölzenbein oder doch Grabowski war. Und Dr. Hammer steuerte in der 61. Minute dann noch ein direktes Eckball-Tor zum 6:0-Endstand bei.

Der Bayern-Saison-Dreifach-Besieger-Rekord

Klassisch auch die Saison 1977/78, in der die SGE innerhalb von 15 Tagen dreimal auf die Bayern traf – zweimal davon im November – und dreimal als Sieger vom Platz ging. Möglich machten es das Hin- und Rückspiel im UEFA Cup-Achtelfinale und das dazwischenliegende Ligaspiel. Die beiden Heimspiele (nämlich die im November) gewannen die Adlerträger jeweils mit 4:0, man stelle sich das vor, innerhalb von nur vier Tagen! Grabi, Holz und Kraus trafen in beiden Spielen, Skala und Wenzel besorgten den Rest.

Im 3. Aufeinandertreffen grüßte erneut das Eintracht-Murmeltier die Bayern und es gab einen Auswärtssieg im Rückspiel, wiederum Hölzenbein und Wenzel schossen ein 2:1 heraus. Lange, lange Zeit blieb die Eintracht damit der einzige Verein in der Geschichte des deutschen Fußballs, der die Bayern in einer einzigen Saison in drei Pflichtspielen besiegen konnte. Und davon zweimal – ihr ahnt es – im November. Einzig Borussia Dortmund konnte dieses Kunststück wiederholen, und das erst in der Saison 2011/12.

Sprung in die Neuzeit

Es folgten zwei torlose Heim-Remis (Nov 80‘ und Nov ’83) bevor es 1995 mit Karacho weiterging. Am 04.11. stand am 12. Spieltag der Saison 1995/96 das Heimspiel gegen den FCB an. Es wurde die Sternstunde von Teasy Hagner, Doppeltorschütze vor über 57.000 Zuschauern, Ivica Mornar und Manni ‘der Libero’ Binz steuerten die weiteren Treffer zum 4:1-Endstand bei. Andi Köpke stand im Tor, Jay jay Okocha im Mittelfeld und Rainer Rauffmann im Sturm.

Fünf Jahre später gab es erneut einen November-Klassiker gegen die Bayern, zur Abwechslung mal wieder auswärts. Die lebenden Eintracht-Legenden Schur und Fjörtoft trafen zum 2:1-Auswärtssieg, es war am 18.11.2000 der erste in München nach knapp 24 Jahren Durststrecke.

Sieg oder Unentschieden!

Auch das 0:0 in München am 03.11.2007 darf nicht unerwähnt bleiben, als Oka Nikolov gefühlte 87 Torschüsse abwehrte und danach in der Gerüchteküche als potenzieller Neuzugang an der Säbener Straße gehandelt wurde. Es waren wohl knapp 40 Schüsse, die Klose, Schlaudraff, Toni, Podolski & Co abgaben, ohne aber den ewigen Oka bezwingen zu können.

Also, Freunde, schaut auf den Kalender und freut Euch! Es kann am Samstag nur gut ausgehen, die Zahlen lügen nicht. Optimismus ist angesagt, denn es ist November und es geht gegen die Bayern. Nicht verzagen, Oka fragen! Und nur nochmal so, zur Erinnerung – heute vor genau einem Jahr stand die Eintracht 20 Tabellenplätze und ein komplettes Klassement hinter den Bayern auf Rang 2 der 2. Liga. Heute sind es gerade mal zwei Plätze.

Nov 1

Die Schobbeblogger-Wochenschau

Die Fußballwoche im klassischen Sinne geht von Samstag 15.30 Uhr bis zum darauffolgenden Samstag, plus minus 17.20 Uhr. Wir denken von Spiel zu Spiel. Auch wenn die Eintracht diese Woche Sonntags gespielt hat und Freitags spielen wird, die Schobbeblogger-Wochenschau hält dem Samstag-bis-Samstag-Rhythmus die Treue. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

SAMSTAG 27.10.2012

Die Profis trainieren unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Arena. Pirmin (der Ruhmreiche, der Ehrenhafte, der Bärenstarke) Schwegler (Spielmann, der auf der Schwegelpfeife spielt) zwicken die Adduktoren, schon seit Donnerstag. Die rote FR verkündet, dass „Sevilla an Zambrano baggert“ und die grüne Bild, dass der „Poker um Rode ausgesetzt“ sei. Breaking News also.

Eintracht-Fan Sebastian Vettel fährt im Training allen davon und sichert sich die Pole für Sonntag (GP von Indien). In Teilen Deutschland schneit’s. Keine Überraschungen in den Samstagsspielen. Der Doktor verordnet „Träume in schwarz und weiß“ (Konsum von 2 DVDs vor dem Schlafengehen) zur Einstimmung auf Sonntag.

Der Spielmann mit der Schwegelpfeife

SONNTAG 28.10.2012 – NAMENSTAG ALFRED & SPIELTAG

Zeitumstellung. Noch eine Stunde länger bis zum Anpfiff.

Eintracht-Fan Sebastian Vettel gewinnt das Rennen von Indien und übernimmt die WM-Führung. Ein gutes Omen? Heute kann die Eintracht ihren 2000. Bundesliga-Punkt holen. Könnte. „Ein Seppl für Jogi“ ist eine Headline im Sportteil der Welt am Sonntag. Klingt besser als „Ein Seppl für Kloppo“. Jens Bierschwale (wer kennt ihn nicht) erzählt, dass Bruchhagen erzählt, dass selbst ein Zehn-Millionen-Angebot für Rode uninteressant sei. Aha.

Der ruhmreiche, der ehrenhafte, der bärenstarke Spielmann steht zwar auf dem offiziellen Ausdruck der Startaufstellung, wird aber die Schwegelpfeife heute nicht spielen können, die Adduktoren. Gutes Vettel-Omen also wieder futsch. Erst recht nach sechs Spielminuten. Leider hilft auch ein Tor des Monats vom Langen nichts, und ein falsch entscheidendes Linien- und Schiedsrichtergespann schon mal überhaupt gar nicht. Da war mehr drin. Alles Mist.

Ein Seppl für Jogi postet später „Leider sollte es heute nicht sein.“ Das sieht er richtig, ein gebrauchter Tag. Wir jagen dann mal als Dritter die Bayern (und die Schalker) weiter, wenigstens haben die auch auf die Glühbirne bekommen.

Namenstag: Alfred

MONTAG 29.10.2012

11 Uhr: Auslaufen der Profis an der Arena, öffentlich.

Kicker wird heute keiner gekauft. Der Schreiber dieses Blogs verirrt sich trotzdem in den Kiosk, dessen Besitzer bekanntermaßen VfB-Fan ist. Geht ihm erst an der Kasse auf, Gespräch wird schnell abgebrochen, Flucht aus dem Laden. „Davon geht die Welt nicht unter“ titelt die FAZ und zitiert damit gleichzeitig Cheftrainer Veh. Stimmt ja. Aber…

Kevin Trapp hat unter den Bundesliga-Torhütern die besten Saison-Noten bei der roten FR. Ex-Eintracht-Trainer Felix Magath postet auf Facebook: „…Lasst es mich so sagen: Ich fühle mich wohl unter Euch.“ Tja Felix, Facebook-Freunde wollen halt auch kein Wasser trinken. Verdammt, die Führung im Managerspiel ist auch dahin. Irgendwie ist es auch ein gebrauchter Montag.

DIENSTAG 30.10.2012

Ralf Sievers, einer der Vokuhila-Pioniere der SGE, wird 51. Glückwunsch. ‚Colt‘ Sievers hatte in acht Jahren Eintracht Infotec, Portas und Hoechst auf der Brust. Respekt dafür.

Die Verletzung vom Zampano in der SGE-Innenverteidigung hat sich als Zehenbruch herausgestellt. Stellt der Fußballgott die Weichen für die traditionelle November-Depression der Eintracht? Headlines wie „Kleiner Zeh, großes Loch“ und „Die Reifeprüfung“ machen die Runde.

Stichwort „Reifeprüfung“, gute News gibt es aber auch. Denn die beiden talentierten Nachwuchskicker Kempf und Stendera werden langfristig an die Eintracht gebunden.

Geburtstag: Colt Sievers

MITTWOCH 31.10.2012 – REFORMATIONSTAG & HALLOWEEN

Eine Eintracht-Pressemitteilung verrät, dass ein Seppl für Jogi aus Gründen der Schonung das Training abgebrochen hat (Tritt gegen den Fuß im Stuttgart-Spiel). Lieber Fußballgott, nun mach aber mal nen Punkt. Das mit der traditionellen November-Depression hat die SGE bislang auch immer alleine hinbekommen. Andererseits, der Optimist hofft, dass wenn alle Zeichen besonders schlecht stehen die Eintracht wieder mal alle überrascht. Hmm.

Passend zu Halloween gewinnen auf der anderen Mainseite die Zombies im Pokal gegen unsere Freunde von Union Berlin, trotz einiger Unterstützung aus Frankfurter Reihen für „Eisern Union“. Seit der Verbrüderung im letzten Jahr beim Ausschluss-Spiel, als die Unioner einen Bembel in den gesperrten Eintrachtblock stellen wollten und schließlich gemeinsam die Vereinshymnen gesungen wurden, mag man sich.

Ein Seppl für Jogi

DONNERSTAG 01.11.2012 – ALLERHEILIGEN

Der Kicker vermeldet alle Heiligen des defensiven Mittelfeldes (Schwegler, Rode) in der voraussichtlichen Startaufstellung der Eintracht für das Spiel am Freitag. Sagt uns zwar nicht viel, der ruhmreiche, der ehrenhafte, der bärenstarke Spielmann stand schließlich gegen Stuttgart sogar auf dem Spielbogen und konnte dann doch nicht ran. „Schwegler, Rode“ liest sich aber trotzdem oder gerade deswegen gut.

Presi Fischer gibt in der roten FR ein Interview und schwärmt von Eintracht Barcelona. Spricht aber auch davon, dass es eng werden kann, insbesondere jetzt gegen Fürth – „..die Statik des Gefüges wird angegriffen.“

FREITAG 02.11.2012 – SPIELTAG

Heute ist Attila Vegetarier und lunst gierig auf die Kleeblätter. Stürmer Occean und Trainer Veh treten im Aufsteigerduell gegen ihren Ex-Verein an. Da war doch was, ach ja, der Frank Mill-Gedächtnisschuss von Edgar Prib an den Pfosten beim Aufeinandertreffen in der letzten Zweitligasaison.

Stefano Celozzi hat Geburtstag und wird 24 – wir wünschen alles Gute und eine schöne Feier mit 50.000 Gästen!

Jetzt kommt es also zur ersten Bundesliga-Begegnung zwischen der Eintracht und Fürth. Hoffen wir, dass der ruhmreiche, der ehrenhafte, der bärenstarke Spielmann und ein Seppl für Jogi nicht nur auf dem Spielbogen sondern auch auf dem Platz stehen werden.

Darf Klee in grüne Soße?

SAMSTAG 03.11.2012 – NAMENSTAG PIRMIN

Unser Käpt’n feiert Namenstag und wir hoffen für ihn und uns alle, dass der samstägliche Blick in die Gazetten weiter so erfreulich ist und beim freitäglichen Spiel keine November-Depression eingeläutet wurde. Das können wir nach all der Euphorie nun so gar nicht gebrauchen.

Okt 23

Der Zwerg reinigt die Kittel

Es ist wirklich wie beim Glücksrad. Alle drehen am Rad – Medien, Verbände, Politik – sie kaufen Buchstaben und schmeißen damit nur so um sich. Alle wollen sie lösen. Maren Gilzer kommt gar nicht mehr hinterher. Und schlussendlich reinigt der Zwerg die Kittel.

Mit denen, die es betrifft, mit denen reden? Warum? Die Regeln macht der Produzent. Das Publikum hat zu klatschen oder es wird nicht mehr reingelassen. Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel zu schweigen. Pyrotechnik auf den Rängen stellt eine gesteigerte ja eskalierende Gewalt im Fußball dar, Pyrotechnik auf dem Rasen veredelt Eröffnungsspiele und Siegerehrungen. Wir kaufen ein ‘i’ und wollen lösen.

Als “Fan-Experten” zu Talkshows geladene TV-Profis namens Kerner und Pocher reden auf TV-unerfahrene Menschen mit Bezug zur Materie (z.B. den Düsseldorfer Fanbeauftragten) ein – der Zwerg reinigt auch da die Kittel. Pocher-Bauchbinde an: “Fußball-Experte – Kennt einige Nationalspieler persönlich”. Pocher-Bauchbinde aus. Tags darauf werden Ultras bei und von Maischberger als Taliban des deutschen Fußballs bezeichnet, und die Quote ist gemacht. Der Durchschnittskunde bildet sich kurzer Hand eine Meinung anhand der Experten-Runde und geht nach dem Zähne putzen friedlich schlafen. “Böse, böse Fans”, murmelt er noch vor dem einschlummern.

Am Morgen knipst er nach der Eieruhr das Radio an und schwups, kommen die Politiker. Der Herr Innenminister fordert eindringlich “Maßnahmen”, gegen die “ausufernde Gewalt im Fußball”. Hat wohl auch gestern ferngesehen, da gibt’s ne Menge abzuschöpfen, man will ja auch mal am Glücksrad drehen und Vokale kaufen. “Das ist ein guter Mann”, denkt sich Otto Normalverbraucher, als er mit dem Löffelchen auf sein Viereinhalb-Minuten-Ei klopft.

Während Maren Gilzer backstage hyperventiliert tritt der Verband auf den Plan, hat mächtig Druck im Kessel, spricht Strafen und sperrt Zuschauer aus, kann dem angeklagten Verein so gar nicht recht was vorwerfen, muss ihn aber dann doch irgendwie belangen. Und um Herr der Lage zu werden, schließen sich die Herren der Schieflage in einem Kämmerlein ein und basteln an einem Papier voller Gimmicks, voller Konsonanten und Vokale, wild zusammengedreht – und wollen lösen.

Der Zwerg reinigt die Kittel.

 

LINKS ZUM THEMA

 

11FREUNDE:

TV-Kritik: Ein Abend mit Sandra Maischberger »Ultras: Die Taliban der Fußballfans!«

Ex-DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn über Gewalt im Fußball »Da reden Personen, die keine Ahnung haben«

Spiegel Online:

Fußball-Debatte bei Plasberg – Bengalische Wortgefechte

via fc-union-berlin.de:

Arbeitspapier “Sicheres Stadionerlebnis” (Mitgliederversammlung des Ligaverbandes)

eintracht.de:

Stellungnahme der Eintracht zum Arbeitspapier “Sicheres Stadonerlebnis” von Ligaverband und DFB

Die Zeit:

Die Fußballklubs rebellieren

Weitere Meldungen zum Thema:

News Reader 21.-23.10.2012 (Suchwort “DFL”)

Und passend zum Thema Glücksrad – die Fans von St. Pauli:

(Bild via Twitter, @LauraReinkens bzw @claasofitsown)

Okt 1

– – – Breaking News – – – Das Verwirrspiel der Diva geht weiter – – – Breaking News – – –

Der Schobbeblogger-Pressespiegel

Auch nach sechs Spieltagen muss sich mancheiner nach wie vor verwundert die Augen reiben. Da fährt die Eintracht Runde für Runde ihre Punkte ein, trumpft gegen den deutschen Meister auf, dreht Spiele, macht wunderschöne Tore. Die Fans sind euphorisch, die Spieler strahlen um die Wette und der ein oder andere Verantwortliche hat bei bodenständigen Interviews trotz allem ein verträumtes Lächeln im Gesicht.

Und unsere Freunde von der schreibenden Zunft? Auch die scheinen nach wie vor uffgerescht, dorschgedreht und hibbelisch zu sein, scheinen ihre Schreibe dem schnellen Spiel der SGE anpassen zu wollen. Und bleiben dabei doch manchmal – bildlich gesprochen – im Rasen hängen.

Zum Beispiel die eigentlich sachlich und fachlich fundiert berichtende Frankfurter Neue Presse:

Es warten also Fans von Eintracht Frankfurt am 30. September auf den Anpfiff gegen die Spieler vom 1. FC Freiburg. Interessante Formulierung, der Anpfiff gegen die Spieler. Und war es ein Vorspiel, das da angepfiffen wurde, gegen den uns unbekannten Freiburger Vorortverein 1. FC? Aber das Märchen der FNP geht weiter:

Trainer Joachim Streich (Freiburg) wird gezeigt. Wahrscheinlich ist das der Zwillingsbruder von Christian Streich – also Joachim, der den 1. FC Freiburg trainiert. In Freiburg geht es eben familiär zu. Wie das FNP-Märchen weitergeht, erfahren wir hoffentlich nach dem nächsten Eintracht-Spiel.

Zuviel im Märchenbuch geblättert hat offensichtlich auch der Berichterstatter von fussballdaten.de. Anders ist es nicht zu erklären, dass der linke Fuß von Alex Meier bei der Ballannahme vor dessen herrlichem Tor kurzerhand zur Brust wurde:

Die Ballbehandlung mit der Brust durch den ‘inzwischen fast schon zu einem Frankfurter Urgestein mutierten Meier’ (….) hat der gute Mann jedenfalls exklusiv. Einfach mal die Zeitlupe schauen. Soll helfen, wenn man sich nicht so ganz sicher ist.

Nicht ganz sicher waren sich die Kollegen von bundesliga.de. Die rekordverdächtige Startbilanz der Eintracht (5 Siege, 1 Unentschieden sprich 16 Punkte nach 6 Spielen) hatte es von einem Aufsteiger noch nie gegeben. Oder doch?

Also der Mann am Ticker-Tableau sah das ganze so:

Aha, der FCK hatte schon einmal selbiges geschafft. Der Schreiber des Spielberichtes von selbigem Medium scheint aber nicht in den selbigen Ticker zu schauen:

16 Punkte nach 6 Spielen von einem Aufsteiger? Gab’s noch NIE! Der Ersteller der sogenannten Topdaten wiederum scheint den Spielbericht nicht zu lesen (oder aber dem Ticker zu vertrauen):

Das heißt dann wohl nicht “Zwei Stühle – Eine Meinung” sondern “Drei Reporter – Zwei Meinungen”.

Einig waren sich auf jeden Fall alle bei kicker Online. Carlos Zambrano kennt jeder, jedenfalls weiß jeder, dass er gemeint ist wenn von ‘dem Peruaner’ die Rede ist. Es kann nur einen geben.

Der Mann, der so heißt wie ein hessisches Grußwort – Guedé – nimmt also den Fuß im Zweikampf extrem hoch und foult dabei den Peruaner leicht. Auch wenn er nicht ganz getroffen hat, Rot kann man geben.

Weit und breit keine Andeutung, wer “der Peruaner” eigentlich ist. Setzen sie voraus beim kicker, und bei Spiegel Online ebenso, die nutzen den gleichen Ticker-Text. Aber müsste sich dann die Mannschaftsaufstellung nicht schlussendlich wie folgt lesen: Trapp (2,5) – S. Jung (3), der Peruaner (3,5), Anderson (3,5), Oczipka (2,5) – Schwegler (3), …..?

Sei’s drum. Apropos Spiegel Online. Die haben da das ein oder andere Statistik-Schmankerl im Angebot. Mann der Stunde? Bester Passgeber der Liga? Ganz klar – Stefano Celozzi – Mr. Hundert Prozent! Null Fehlpässe. Der Gute hat zwar erst 17 Pässe gespielt, aber die muss man auch erst einmal allesamt an den Mann bringen. Wenn man auf den ‘Flop’-Button klickt, sieht man dass beispielsweise ein Herr Schröck von 18 Bällen nur 9 zum Mitspieler brachte, ts ts ts. Und ‘unsern Celozzi’ bereitete mit einem seiner 17 Pässe sogar ein Tor vor.

Hmm. Ohne Stefano zu nahe treten zu wollen, vielleicht sollten sie beim Spiegel nochmal die Mindestanzahl von gespielten Pässen überdenken.

Zu guter letzt noch ein Nachtrag zum Dortmund-Spiel. Der Herr Klopp wurde für seine Mimik gegenüber dem 4. Offiziellen beim Auftritt seiner Borussen gegen die Eintracht mit einer saftigen Geldstrafe belegt – 6.000 Euro sollen es sein. Man kann es gut verstehen, dass er sauer wird, wenn der Gegner den hochgelobten Stil der eigenen Mannschaft fast perfekt nachspielt.

Weniger gut nachvollziehen kann man die Young Professionals, die bei dem ein oder anderen Online-Medium die Werbebanner im Umfeld der entsprechenden Meldungen platzierten. OK, sicher wird nicht zu jedem News-Update eine adäquate Werbung hervorgezaubert. Trotzdem entbehren die gezeigten Anzeigen in Kombination mit Thematik und Bebilderung nicht einer gewissen Ironie – so zum Beispiel erneut bei kicker Online:

“Hochspannung oder Volt? Sie haben die Wahl!”

Oder aber bei WAZ Online:

“DACHSCHADEN? Handwerker und Psychologen finden Sie hier.”

Liebe medialen Freunde, auch nach sechs Spieltagen verdreht die Eintracht einem immer noch den Kopf und es ist wahrlich nicht einfach, bei diesem hohen Tempo Schritt zu halten. Wie erstklassig (!) gearbeitet wird, macht euch die Diva weiterhin vor.

Scheibet euch doch einfach mal ein Schneidchen davon ab! Wink

Ihn Ihrn Schobbeblogger

Sep 22

Kratz am Kopp – was passiert da wohl in Frankfurt?

Lange ist es her, da schlich Horst Ehrmanntraut um den Busfahrer herum, machte schlechte Vibes aus und verbannte sogar Lippi Lippert zu den Amateuren – wegen kein Karma. Jetzt scheint Guru Veh eine geistige S(G)Ekte um sich versammelt zu haben, die einen wahren Spirit an den Tag legt und die Fans Dauer-Mantras singen lässt.

Was aber sagt der leidgeprüfte, verdutzte, ungläubige Anhänger dazu? Nun gut, es gibt das Leid des Leidens, das Leid der Veränderung und das Leid der Bedingtheit. Du musst den Weg gehen um vom Leiden befreit zu werden.

Und es ist wie eine Wiederauferstehung, wie ein Leben nach 1959/1960, nach den 70gern und nach den 90gern. Sind wir an der Zeit? Ist es die Wiedergeburt des schönen Spiels, des gepflegten Balls? Wir kratzen uns am Kopp, fragen uns “Wo, ja wo kommt das alles auf einmal her?”

Die Verzückung ist groß und ja, der Weg war lang. Ist es so schön, weil uns der Glauben daran fast verloren ging? Oder ist es einfach nur Fußball, einfacher Fußball? Ist es eigentlich alles ganz einfach?

Momentan schon.

Da stehen 11 auf dem Platz, und die geben Gas, zerreißen sich, haben Bock. Die hören nicht auf. Die sind nicht getrieben von Egoismus, oder schlechtem Gehalt oder besserem Gehalt anderswo. Die wollen einfach nur. Jeder. Und dann geht einer raus und ein anderer kommt rein, und der macht genau da weiter. Das haben wir lange nicht gesehen, und deswegen reiben wir uns auch in einer Tour verwundert die Augen. Wunder haben wir schon viele gesehen, kommen und gehen, aber jetzt fühlt es sich fast so an, als ob da was bleibt. Etwas, das uns keiner mehr nehmen kann. Ein Gefühl. Eine Freude, ein Stolz.

Den Weg gehen wir weiter, machen wir ja immer, aber selten war es leichter als jetzt, diesen Weg mitzugehen.

Die Buben, die Buben, die guden Buben.

Der Meister kann kommen.

Sep 20

4 Gewinnt!

Mal frankforderisch, mal frrängisch – Die Schobbeblogger-Linkliste der Woche!

Da sucht man nach Spielern, die sowohl bei der Eintracht als auch dem Glubb gespielt haben (nein, nicht Chandler) und bedient sich der neuen Medien. Da hilft man bei der Suche noch nach (z.B. ‘dieter eckstein eintracht’) – und was bekommt man? Eine Uwe Bein-Sondershow gegen einen VfB Stuttgart unter dem Gedankengefängnis-Wärter und einem verletzten Charly Körbel auf der Eintracht-Bank (auch das mit Seltensheitwert). Eckes war wohl im Kader, aber gar nicht auf’m Platz. Da aber schöner Offensivfußball gerade wieder mächtig in ist, sollte das keinem vorenthalten werden:

Und – buy one get one free – da kriegst Du doch gleich noch den Nachtrag zum letzten Sonntag mitgeliefert – ein gewisser Pokalsieg gegen einen gewissen HSV:

http://www.youtube.com/watch?v=sQfH74Z8A48&feature=related

Schee wars, damals, wie letzten Sonntag.

Was also bringt die Suche ‘jörn andersen eintracht’? Einen weiteren Klassiker. Und zwar – wer hätte es gedacht – am 21.09.1991, also am Freitag exakt 21 Jahre her: FC Bayern München gg Eintracht Frankfurt, Endstand 3:3, Torschützen Andersen (2) und Yeboah. Zwar eine vermaledeite Saison, aber schließlich schlussendlich ja erst zum Schluß.

Seht selbst:

Diverse Schobberobber (auch wenn es den EFC damals noch lange nicht gab) waren seinerzeit unter den 64.000 im altehrwürdigen Olympiastadion und genossen im Anschluss an das Spiel die ein oder andere Moaß auf dem Oktoberfest. Ja gut, äääh, das geht dann am Samstag auch wieder los. Aber lasst erstma den Glubb ozapfn.

Na und dann war da noch Sasa Ciric, aber die Suche lief ins Leere. Und Andy Köpke? Der hat seine heißen Torwart-Tricks und -Tipps doch glatt ins Netz gestellt:

Ansprache, Kamera, Soundtrack – nur so schafft man es zum Torwarttrainer in der deutschen Natze! Es gibt noch mehrere Teile, aber schaut einfach selbst (für den Fall, dass ihr wahnsinnig seid). Oder fragt Kevin Trapp, der hat die sicher alle mehrfach studiert und verinnerlicht, so wie der grade drauf ist.

Noch ein Fundstück – auch wenn es nur am Rande mit dem FCN zu tun hat – beim Heimspiel gegen die Clubberer am 15.08.09 gab es eine grandiose Choreo zum 50. Jubiläum der Meisterschaft. Gänsehaut pur:

Freuen wir uns also auf Attacki Inui gegen Hiroshi Kiyotake, auf Jung gegen Chandler, auf Trapper gegen Schäfer. Fluudlicht im Frranggenstadion, klammer Rasen, 45.000 – schön kann es in der Bundesliga sein. Ob de Loddar wohl Dobbspiel-Exberrte wirrd? Welchen sehr guten Freund hat der eigentlich in der Sky-Redaktion? Sei’s drum, man kann ja auf Stadionton umstellen, also wenn man nicht vor Ort ist und TV schaut.

Also liebe Leut – 4 gewinnt!!!

Ihne Ihrn Schobbeblogger